Nachruf Michael Koehne (Kraehe)

Die Linux/Unix Szene in Bremen trauert um Michael Koehne alias (Kraehe,Kephra).

Er starb letzte Woche an den Folgen seiner Krebserkrankung.

Als alter Hase in Sachen Rechnertechnik und Unixoiden Betriebssystemen ist er vielen in lebendiger Erinnerung.

Sein Wirken in Bremen für die Verbreitung des freien Betriebsystems Debian GNU/Linux in den frühen Anfängen der 90′ Jahre ist unvergessen.

Als Mitglied der Linux User Group – Bremen war er bis zum Schluß der beständigste Teilnehmer des IRC-Channels #lug-bremen.

Sein letzter Log Eintrag ist datiert auf den 01.04.2016 @ 12:55pm (UTC).
FreeNode/#lug-bremen.txt:2863:T 1459515309 * kraehe hat die Verbindung getrennt

Wir drücken der Familie und allen Freunden unser tiefstes Bedauern aus.

R.i.P.

LUG-Bremen, Bremen den 6.4.2016

Roaming Raspberry Pi

Mit folgender Konfiguration wird ein Raspberry Pi 2 unter Raspbian 4.1 (Debian 8 Jessie) dazu gebracht automatisches WLAN roaming durchzuführen.
Die Lösung arbeitet mit dem Daemon wpa_supplicant im wpa-ap-mode 2. Dieser Daemon hat den Vorteil, im Betrieb keine grafische Oberfläche zu genötigen.

# Inhalt von /etc/network/interfaces:
# ----------------------------------
# interfaces(5) file used by ifup(8) and ifdown(8)

# Please note that this file is written to be used with dhcpcd
# For static IP, consult /etc/dhcpcd.conf and 'man dhcpcd.conf'

# Include files from /etc/network/interfaces.d:
source-directory /etc/network/interfaces.d

auto lo
iface lo inet loopback

iface eth0 inet manual

auto wlan0
allow-hotplug wlan0
iface wlan0 inet manual
    wpa-driver wext
    wpa-ap-mode 2
    wpa-conf /etc/wpa_supplicant/wpa_supplicant.conf

Die WLAN Konfigurationsdatei wpa_supplicant.conf spezifiziert dabei die zu verwendenden WLAN Netze und gleichzeitig deren Reihenfolge bei der Suche.

Die Datei wird am einfachsten mit dem (grafischen) Tool wpa_gui erstellt und verwaltet. Das Tool ist evtl. noch nach zu installieren mit:

sudo apt-get install wpagui

Nach dem Starten der grafischen Oberfläche mit startx, öffnen eines Terminals und Starten des Tools mit sudo wpa_gui & , kann Die eigentliche Konfiguration von neuen Netzen nun mit Hilfe von WLAN Scan entsprechender Auswahl und anschliessender Eingabe der WLAN Parameter erzeugt werden. Das Abspeichern der WLAN Konfiguration mit File->Save ist abschliessend Pflicht.

Um sicher zu gehen das in Zukunft alles auch automatisch funktioniert, sollte nun ein sudo reboot erfolgen.

Ein Prüfen mit welchem WLAN man gerade verbunden ist, kann auf der Kommandozeile mit Hilfe des Kommandos iwconfig jederzeit leicht durchgeführt werden.

# Beispiel Inhalt von /etc/wpa_supplicant/wpa_supplicant.conf
#------------------------------------------------------------
ctrl_interface=DIR=/var/run/wpa_supplicant GROUP=netdev
update_config=1

network={
    ssid="Android-AP-4711"
    psk=f72c74506cc80f080db5e2ece7fc830b1435c7b31785838051bfe6ec413814e2
    proto=RSN
    key_mgmt=WPA-PSK
    pairwise=CCMP
    auth_alg=OPEN
}

network={
    ssid="Welcome-Netz"
    key_mgmt=NONE
    auth_alg=OPEN
}

Vorstellung sshuttle – VPN über ssh

Am Sonntag den 21. Februar wurde das Program sshuttle vorgestellt. sshuttle funktioniert wie ein VPN. Allerdings ist auf dem Server keine Installation nötigt. Auf dem Server muss lediglich Python und SSH-Zugriff vorhanden sein.

sshuttle ist eine komfortable Alternative zu SSH-Tunneln und VPN Lösungen.

Folien der Präsentation: sshuttle [PDF]

Vortrag Secure Shell

Vortrag Secure Shell

Am Di. den 19.01.2016 gab es ab 19 Uhr im Hackerspace einen Vortrag zu OpenSSH und SSH:

Die ssh-Benutzung ist in Linux für Admins allgegenwärtig: ssh bietet eine sichere Verbindung, mit minimalen Anforderungen an das Zielsystem, mit komplettem Zugriff auf die Systemkonfiguration. Dabei kann ssh sehr sicher sein: die Sicherheit einer Anmeldung mit einem public key nach RSA oder ECDSA kann man kaum überbieten.

Wir sehen uns erst den Verbindungsaufbau an, mit Serverauthentifizierung und Schlüsselaustausch. Danach meldet sich der Benutzer an – mit seinem public key. Dazu wird ein Setup vorgestellt, das sowohl die Serverauthentifizierung als auch die Benutzeranmeldung mit Zertifikaten erledigt.

Die Vor- und Nachteile werdenbesprochen und Konfigurationsvorschläge gemacht. Nicht im Fokus stehen die VPN-artigen Portweiterleitungen, die zu den openssh-Features gehören.

Vorstellung des Programms Structorizer

Vorgestellt wurde das Produktivitätstool Structorizer von structorizer.fisch.lu. Es ermöglicht die einfach Erstellung von Struktogrammen. Gewöhnlich eine trockene Sache, die von den meisten Programmieren als *Pflicht* erst nach der eigentlichen Programmierung erledigt wird. Nicht so bei Strukturizer, dieses Tool macht im Vorfeld der Programmierung schon riesigen Spass. Neben der intuitiven Modellierung der Strukturen mit Drag & Drop, bietet es beim Entwickeln bereits eine interaktive Simulation des Verhaltens der Strukturen incl. des Unterprogrammaufrufs. Hierzu werden Variablen erkannt und Ein- Ausgabe Funktionen bereit gestellt. Der anschliessenden Source Code Export in diverse Sprachen steigert die Produktivität weiter. Der Export in Bild- und Papierform wird dabei dann eher zur Nebensache.

Git – Verteilte Versionskontrolle

Heute gab es einen Vortrag zum Thema Versionkontrolle mit Git. Es wurden die grundlegendsten Git Kommandos (git) für das Anlegen eines GIT Repositorys, das Hinzufügen einer Datei, deren Versionierung nach Änderung und das Branching  auf der Kommandozeile vorgestellt. Ein git clone eines Projektes von Github und die Demonstration der grafischen Hilfsmittel  gitk, gitg git gui tools vervollständigten den Vortrag.

Gnome Pakete App

Heute wurde die kommende Gnome Pakete App (Gnome 3.14) aus dem Paket gnome-packagekit vorgestellt. Sie bietet ein graphisches und plattformunabhängiges Management von Linux Paketen. Der Unterbau der die Paketformate der Verschiedenen Distributionen beherrscht ist Package Kit. Package Kit kann man heute schon auf vielen Distributionen durch Installation von packagekit-tools ausprobiert werden. Der zentrale Aufruf von ist pkcon. Es werden die Paket Formate  .deb, .pkg, .pac und andere unterstützt.

Light On – Kurzvorträge vom Stammtisch

In der Nachbesprechnung vom „Linux Presentation Day“ wurde am Stammtisch beschlossen, Kurzvorträge von 30 Minuten bei jedem Treffen zu halten. Abwechselnd bekommt jeder der möchte, die Möglichkeit im Rahmen von einer halben Stunde eine Vortrag seiner Wahl zu halten. Die Vorträge sollen erstmal keine extra Arbeit für den Vortragenden bedeuten. Es sollte vielmehr aus einen Thema der täglichen Beschäftigung mit Linux, Open Source, Tools, Tips u. Tricks, Hardware, etc. betreffen in dem der Vortragende gerade drin ist oder sich in der Vergangenheit schon eingearbeitet hat. Neuvorstellungen sind natürlich auch immer willkommen.

Lights On, jeden Sonntag  20:00 bis 20:30 Uhr am Stammtisch.